HSDPA

HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) bezeichnet ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandart UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). Mit Handys, die über UMTS mit HSDPA verfügen können große Datenmengen in annähernd DSL Geschwindigkeit heruntergeladen werden, ohne dass dafür eine Kabelverbindung oder ein Drahtlosnetzwerk (W-Lan) vorhanden sein müsste. Untern Laborbedingungen werden Datenraten von 14,6 Mbit/s erreicht, in der Realität werden durch QPSK (Quadrature Phase Shift Keying) aber nur 3,6 Mbit/s erreicht. Dies entspricht etwa der DSL Verbindungsgeschwindigkeit im Festnetz. Damit ist es mit modernen Mobilfunkgeräten möglich große Datenmengen wie Filme oder Spiele in relativ kurzer Zeit herunterzuladen.

Die Daten werden im HS-DSCH (High Speed Downlink Shared Channel) übertragen. Dies geschieht in Intervallen (TTI; Transmission Time Interval) von genau drei UMTS Zeitschlitzen. Ein TTI ist genau 2ms lang. In diesen 2 Millisekunden werden dem HSDPA-fähigem Mobilfunkgerät HSDPA-Codes zugewiesen.

Die Anzahl der Codes beträgt maximal fünfzehn. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass es durch Überlagerung der Signalwellen (Interferenz) zu einer Verschlechterung der Qualität kommen kann. Daher steigt der Datendurchsatz nicht mit der Zahl der verwendeten Kanäle. Während das HSDPA-fähige Gerät Daten empfängt sendet es selbst ständig (alle 2ms) Signale an die UMTS-Basisstation, die Auskunft über die Kanalqualität geben.

Die Basisstation wertet diese Daten aus und entscheidet, welches Endgerät mit wievielen Kanälen gleichzeitig versorgt werden soll. In Deutschland wird HSDPA derzeit von T-Mobile, Vodafone und O2 Umts Flatrates angeboten.

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